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Als Betriebswirte bezeichnet man in kaufmännischen Bereich tätige Personen höherer Qualifikation, in Abgrenzung zum Kaufmannsgehilfen beispielsweise. Betriebswirte sind in der Planung und Überwachung kaufmännischer Arbeitsvorgänge und Zielvorgaben in Unternehmen aller Wirtschaftsbereiche tätig. Die Bezeichnung Betriebswirt als solche ist gesetzlich nicht geschützt, so dass Form und Inhalt der Ausbildung sich zum Teil stark voneinander unterscheiden, je nachdem auch, ob man sich für eine akademische oder nicht-akademische Ausbildung entscheidet.
Voraussetzungen

Je nachdem, welche Ausbildung man anstrebt, unterscheiden sich die Voraussetzungen zur Aufnahme einer Ausbildung zum Betriebswirt. Bei Aufnahme einer akademischen Laufbahn, sprich der Ausbildung an einer Universität oder Fachhochschule, ist wie bei allen anderen Studiengängen auch die Allgemeine Hochschulreife unabdingbare Voraussetzung. Die nicht-akademische Ausbildung zum Betriebswirt kann an Berufs-, Fach- oder Verwaltungsakademien, an Fachschulen für Wirtschaft, an Fernschulen oder bei der Industrie- und Handelskammer durchgeführt werden. Voraussetzung um hier die Ausbildung zu absolvieren ist entweder das Abitur oder eine bereits abgeschlossene kaufmännische Berufsausbildung und eine gewisse Berufspraxis in diesem Bereich.

Ausbildung

An Universitäten und Fachhochschulen werden verschiedenste Studiengänge angeboten, die auf den Beruf des Betriebswirtes vorbereiten können, unter anderem das Studium des Diplom-Betriebswirtes oder Diplom-Kaufmannes, des Diplom-Ökonomen oder Diplom-Wirtschaftswissenschaftlers. Mittlerweile werden aber auch Bachelor- und Masterstudiengänge angeboten, die vor allem im internationalen Bereich von Vorteil sind. Die Dauer des Studiums beträgt in der Regel 4 bis 5 Jahre. Es schließt mit dem Erstellen einer Diplomarbeit sowie einer schriftlichen und mündlichen Prüfung ab. An das Studium, mit Ausnahme des Bachelor-Studiums, kann bei entsprechender Eignung eine Promotion angeschlossen werden.
Die nicht-akademische Ausbildung bietet eine höhere Praxisbezogenheit als die akademische Ausbildung. Das Studium zum Diplom-Betriebswirt an einer Berufsakdemie ist zum Beispiel mit einer betrieblichen Ausbildung kombiniert. An Fachakademien kann man sich zum sogenannten Staatlich geprüften Betriebswirt ausbilden lassen, entweder 2 Jahre in Vollzeit oder 4 Jahre in Teilzeit bei bereits bestehender Berufstätigkeit. An Fachschulen für Wirtschaft bilden sich in der Regel bereits im kaufmännischen Bereich ausgebildete und tätige Personen weiter. An den jeweiligen örtlichen Kammern und Verwaltungsakademien kann man berufsbegleitende Fortbildungskurse absolvieren, beispielsweise zum Betriebswirt IHK (Industrie-und Handelskammer).

Tätigkeit

Betriebswirte sind in Wirtschaftsunternehmen jeglicher Art tätig. Je nach Ausbildung und Interesse besteht die Möglichkeit in den Bereichen Finanzierung, Rechnungswesen, Personalwesen, Marketing, Organisation, Produktion oder in der Rechtsabteilung zu arbeiten. Die Tätigkeiten im Einzelnen sind unter anderem das Erstellen von Finanzierungsplänen und Wirtschaftlichkeitsberechnungen, die Lohn- und Finanzbuchhaltung, die Personalbedarfsplanung, die Gestaltung von Organisationsstrukturen und -verfahren, die Kapizitätsplanung sowie die Überwachung der geltenden rechtlichen Bestimmungen.

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