Als Physiotherapeut arbeitet man mit Menschen, die wegen Krankheit, Verletzungen, Behinderungen oder ihres hohen Alters in ihrer körperlichen Bewegungsfähigkeit eingeschränkt sind. Physiotherapeuten sind nicht nur Krankengymnasten, sondern gleichzeitig Masseure. Außerdem müssen sie über fundiertes medizinisches Hintergrundwissen verfügen. Nach ärztlichen Vorgaben oder eigener Beobachtung erstellen sie spezielle Behandlungs- oder Übungspläne, die ihre Patienten nach Anleitung oder auch mit Hilfe durchführen und tragen damit zur Wiederherstellung der Bewegungsfähigkeit bei.
Voraussetzungen
Ausbildung
Parallel zur Physiotherapeuten-Ausbildung kann man sich zum Gymnastiklehrer ausbilden lassen. Die Ausbildung dauert dann aber zwischen 3 ½ und 4 ½ Jahren. Ist man bereits zum Masseur oder medizinischem Bademeister ausgebildet, kann man den Beruf des Physiotherapeuten über eine verkürzte Ausbildung erlernen.
Tätigkeit
Nach Abschluss der Berufsausbildung kann man als Physiotherapeut in Krankenhäusern, Kliniken, Sanatorien und Rehabilitationseinrichtungen tätig werden. Viele Physiotherapeuten arbeiten in physiotherapeutischen oder auch ärztlichen, meist orthopädischen Praxen, aber auch in Fitness-Studios und Kur- oder Wellnesseinrichtungen.
Die Tätigkeit des Physiotherapeuten besteht hauptsächlich darin, Behandlungspläne nach ärztlicher Anordnung und Diagnose zu erstellen und durchzuführen. Sie behandeln Erkrankungen der Knochen und der Gelenke, Haltungsfehler, Deformitäten und Versteifungen, die als Folge von Verletzungen oder Krankheiten entstanden sind. Bei der Behandlung kann es sich entweder um krankengymnastische Übungen, die der Patient nach Anleitung oder mit Hilfe des Physiotherapeuten durchführt, um Massagen oder um eine Kombination aus beidem handeln. Ein weiteres wichtiges Tätigkeitsfeld des Physiotherapeuten ist die Präventivbehandlung, also zum Beispiel “Rückenschule”- Kurse oder Atem- und Entspannungs- sowie Schwangerschaftsgymnastik.
